Warum aiomics für QM-Berichte und Qualitätsanalytik
Ein QM-Bericht, in dem jede Zahl auf ihre Abfrage auflöst und das Sprachmodell nie Einzeldaten sieht. Alles daran ist geplant — und wir legen die Architektur trotzdem schon offen, damit Sie uns daran messen können.

Dr. Sven Jungmann
CEO

Warum aiomics für QM-Berichte? Weil wir die Schicht bauen, in der der Quartalsbericht sich selbst belegt: Jede Zahl im Berichtsentwurf löst auf die Abfrage auf, aus der sie stammt, jeder erzählende Satz auf seine Zahlen — und das Sprachmodell, das den Text entwirft, sieht zu keinem Zeitpunkt Einzeldaten. Diese Fähigkeit ist geplant, nicht verfügbar. Wir beschreiben sie trotzdem präzise, weil die Architekturentscheidungen getroffen sind und Sie uns an ihnen messen sollen.
aiomics ist die Verifikationsschicht über der Krankenhaus-IT: Das System liest unstrukturierte Dokumente ein, prüft jede Aussage gegen ihre Quelle und stellt der Klinik eine belegte, strukturierte Akte bereit. Die Qualitätsanalytik ist die geplante Auswerteschicht darüber: Sie rechnet auf den Befragungsdaten unserer Suite und auf der Telemetrie, die die operativen Module ohnehin erzeugen — und sie entwirft den Bericht, den heute jemand über Tage von Hand kompiliert.
Steckbrief
- Was es tut (geplant, durchgängig): kohortenbasierte Prä-Post-Auswertung von PROMs und PREMs, kontextualisiert mit ICD-10-GM- und OPS-Falldaten aus der belegten Akte; ein automatisch entworfener Quartals-QM-Bericht als Entwurfsdokument mit Wasserzeichen bis zur Freigabe; ein Qualitäts-Cockpit aus der Betriebs-Telemetrie der operativen Module; statistische Prozesskontrolle und eine Maßnahmen-Schleife, die ihre eigene Wirksamkeits-Nachmessung terminiert.
- Status: geplant — jede hier beschriebene Auswerte-Fähigkeit. Die Befragungs-Erhebung als Datengrundlage läuft im Pilotbetrieb an Rehakliniken; die Analytik-Pilotierung ist zuerst in der Reha vorgesehen.
- Sicherheit: ISO 27001 (TÜV Nord), Verarbeitung ausschließlich in der EU; das Sprachmodell konsumiert ausschließlich anonymitätsgefilterte Aggregate.
- Integration: KIS-agnostisch; die Übermittlung an Register und Kostenträger bleibt beim System des Hauses.
- Evidenz: unabhängige Evaluation an der Charité (laufend).
- Für wen: Qualitätsmanagementbeauftragte und Geschäftsführung, zunächst in der Rehabilitation.
Das Problem, das wir lösen
Die QM-Richtlinie verlangt neben der Befragung ausdrücklich deren Auswertung und die Ableitung von Konsequenzen [1]; die Managementbewertung nach ISO 9001 definiert in Kapitel 9.3, welche Eingaben auf den Tisch müssen [2]. Zwischen beiden Pflichten steht meist eine Person: die QMB, die Quartal für Quartal Zahlen aus Befragung, Controlling und Maßnahmenlisten zu einem Bericht kompiliert — nach unseren Gesprächen mit QMBs bindet allein die laufende QM-Dokumentationsarbeit typischerweise sechs bis acht Stunden pro Woche. In der Rehabilitation hängt an der Zertifizierung zudem der Versorgungsvertrag.
Der etablierte Ausweg sind externe Institute — sie leisten solide Arbeit: anaQuestra wertet die kontinuierliche Patientenbefragung des CLINOTEL-Verbunds quartalsweise zentral aus [3]; das Picker Institut hat mit der BQS seit 2010 über 200.000 Patient:innen in rund 260 Einrichtungen befragt [4]. Was ein Instituts-Report strukturell offenlässt, ist das Warum: „38,6 gegenüber Benchmark 53,5“ sagt, dass ein Wert niedrig ist — für die Konsequenzen-Schleife der QM-RL beginnt die Arbeit dort erst. Warum verlässliche QM-Zahlen bei der Datenqualität der Akte beginnen: unsere Einordnung.
Wie aiomics den QM-Bericht entwerfen wird
Alles Folgende ist geplant. Vier Entscheidungen stehen fest.
Erstens: Beweisbarkeit als Grundeigenschaft. Jede Zahl löst auf ihre Aggregatabfrage auf, jeder erzählende Satz auf seine Zahlen. Der Entwurf trägt ein Wasserzeichen, bis QMB und ärztliche Leitung freigeben — diese Freigabe ist nicht umgehbar. Ohne KI bleibt der Bericht vollständig: Zahlen, Tabellen und Maßnahmenverfolgung entstehen deterministisch; der erzählende Text ist pro Einrichtung abschaltbar.
Zweitens: Das Sprachmodell sieht nie Zeilendaten. Der Erzähltext wird ausschließlich aus Aggregaten entworfen, die die Anonymitätsfilter (Mindestzellgröße N≥10) bereits passiert haben. Einen Pfad von Einzelantworten oder Patientendaten zum Sprachmodell gibt es in der Architektur nicht; das wird in der Build-Pipeline getestet.
Drittens: Methodik, die sich an der DRV orientiert. Vergleichseinheiten brauchen mindestens 25 auswertbare gepaarte Bögen, der Bericht weist seine Vollständigkeit aus, und Zusammenhänge werden als Korrelation gerahmt, nie als Kausalität [5].
Viertens: Prozessqualität aus den Systemen selbst. Die operativen Module von aiomics — Falldialog-Board, Aufnahme-Board, Kodier-Vorbereitung — erzeugen im Betrieb aggregierte Telemetrie: Beanstandungsquote, Fristen-Compliance, Dokumentationsvollständigkeit. Das geplante Qualitäts-Cockpit liest diese Werte direkt aus den Systemen, die die Prozesse tragen; statistische Prozesskontrolle mit Regelkarten trennt Signal von Rauschen, und die Maßnahmen-Schleife terminiert ihre eigene Wirksamkeits-Nachmessung — der PDCA-Zyklus schließt sich im System.
Was unterscheidet aiomics von Instituten und PROM-Plattformen?
Einzelne Bausteine gibt es am Markt: Die Kontextualisierung von Befragungsergebnissen mit ICD-Falldaten bietet nach eigenen Angaben etwa auch heartbeat medical. Unser Anspruch ist der Zuschnitt: case-mix-bewusste Auswertung auf einer verifizierten Akte, in einer kombinierten Suite aus Patient:innen-Befragung, Mitarbeiter-Analytik und QM-Berichtsschicht, kontinuierlich im eigenen Haus betrieben. Ein Cockpit, das Prozessqualität aus den operativen Systemen liest, setzt zudem voraus, dass man diese Systeme betreibt.
Woran Sie uns messen können
Vier Punkte sind als Abnahmekriterien der geplanten Pilotphase definiert:
- Jede Zahl im Berichtsentwurf lässt sich anklicken und löst auf ihre Abfrage auf.
- Es existiert kein Datenpfad, auf dem eine Einzelantwort das Sprachmodell erreicht — Architektur und Tests dazu legen wir offen.
- Bei abgeschalteter KI bleibt der Bericht vollständig: Zahlen, Tabellen, Maßnahmenverfolgung.
- Vergleichseinheiten mit weniger als 25 auswertbaren gepaarten Bögen weist der Bericht offen aus.
Wo aiomics nicht die richtige Wahl ist
Wer ein QM-Dokumentenmanagement sucht — Handbuchlenkung, Verfahrensanweisungen, Dokumenten-Workflows —, sucht ein anderes Produkt: Dokumentenlenkung ist bei uns ein bewusstes Nicht-Ziel. Wer den automatischen Quartalsbericht in diesem Jahr produktiv braucht, ist bei etablierten Instituten besser aufgehoben; unsere Analytik ist geplant, und wir nennen kein Datum, bevor die Pilotphase es trägt. Wer Benchmark-Vergleiche mit anderen Häusern sucht, braucht ein Vergleichskollektiv — das bieten Verbünde und Institute.
Häufige Fragen
Wann ist der automatische QM-Bericht verfügbar?
Er ist geplant; die Pilotierung beginnt in der Rehabilitation. Termine, die wir nicht sicher halten können, versprechen wir nicht — wer die Pilotgruppe mitprägen will, kann sich melden.
Ist aiomics ein Medizinprodukt?
Für die Dokumenten- und Verfahrensarbeit ist aiomics bewusst außerhalb der Medizinprodukte-Abgrenzung positioniert; die Abgrenzung ist dokumentiert und kann eingesehen werden — die geplante Qualitätsanalytik arbeitet ausschließlich aggregiert, ohne patientenindividuelle Ausgaben, Alarme oder Prognosen. Für die Gesprächsdokumentation bereiten wir eine Zertifizierung nach MDR Klasse IIa vor. Aussagen des Systems bleiben in beiden Fällen Dokumentations- und Qualitätshinweise — Diagnostik und Therapie sind ärztlich.
Was kostet aiomics?
Die Bepreisung ist nutzungsbasiert und hängt von Dokumentvolumen und -qualität ab. Konkrete Zahlen nennen wir nach einem kurzen Gespräch über Ihre Fallzahlen — Pauschalpreise ohne diese Grundlage wären nicht seriös. Für die geplante Analytik besprechen wir Konditionen zuerst mit Pilotpartnern.
Wenn Sie Ihren letzten Quartalsbericht neben dieses Berichtsgerüst legen wollen: Schreiben Sie uns — wir zeigen am Gerüst, welche Zahl woher käme und welche Freigaben davorstehen. Laufende Einordnungen zu QM und Klinik-KI liefert unser Newsletter Visite.
Quellen
- Gemeinsamer Bundesausschuss. Qualitätsmanagement-Richtlinie (QM-RL) in der Fassung vom 20.04.2024 (Befragungs- und Auswertungspflicht, Darlegung).
- DIN EN ISO 9001:2015, Kapitel 9.3 (Managementbewertung).
- anaQuestra/CLINOTEL: kontinuierliche Patientenbefragung im Verbund seit 2015, verpflichtend für Mitgliedshäuser seit 2017, quartalsweise zentrale Auswertung (Anbieter- und Verbundangaben, geprüft Juli 2026).
- Picker Institut Deutschland/BQS: über 200.000 befragte Patient:innen in rund 260 Einrichtungen seit 2010 (Anbieterangaben).
- Deutsche Rentenversicherung. Reha-Qualitätssicherung, Methodik der Rehabilitandenbefragung (Mindestzahl auswertbarer gepaarter Bögen je Vergleichseinheit).
Quellen abgerufen im Juli 2026. Alle in diesem Text beschriebenen Auswerte-Fähigkeiten von aiomics sind geplant und nicht verfügbar. Das Beispiel „38,6 gegenüber Benchmark 53,5“ stammt aus einem anonymisierten Instituts-Report.
Die beschriebene Qualitätsanalytik und der automatisch entworfene QM-Bericht sind geplant und nicht verfügbar. Alle Auswertungen sind aggregiert; patientenindividuelle Ausgaben existieren nicht.


