Warum aiomics für das Zuweisermanagement
Ein Zuweiserportal, das Praxen nie benotet und der Klinik die Analyse lässt — in Pilotvorbereitung, ehrlich so benannt. Was es können wird, wer heute starten kann und wo wir nicht passen.

Dr. Sven Jungmann
CEO

Wenn Sie das Zuweisermanagement mit Software verbessern wollen, ist die wichtigste Designfrage, was die Praxis sehen darf: Bei aiomics sehen Zuweiser:innen den Dokumentstatus und den Verfahrensstand ihrer Anfrage — nie eine inhaltliche Bewertung, nie eine Benotung. Zur Ehrlichkeit gehört der Status: Das Zuweiserportal ist in Pilotvorbereitung; einen Massenrollout gibt es noch nicht. Live ist das klinikseitige Aufnahme-Board, auf dem das Portal aufsetzt — wer den eigenen Zuweisereingang heute ordnen will, beginnt dort.
aiomics ist die Verifikationsschicht über der Krankenhaus-IT: Das System liest unstrukturierte Dokumente ein, prüft jede Aussage gegen ihre Quelle und stellt der Klinik eine belegte, strukturierte Akte bereit. Das Zuweiserportal ist der Eingang zu dieser Schicht: Es holt die Unterlagen dort ab, wo sie entstehen — in der Praxis.
Steckbrief
- Was es tut: gibt Zuweiserpraxen eine Arbeitsfläche für den gesamten Überweisungsverlauf — Einreichung per Drag-and-drop (die Extraktion tippt, die Praxis bestätigt), sofortige Rückmeldung zur Vollständigkeit der Unterlagen, Statusverfolgung in Echtzeit, Antwort auf Nachforderungen mit einem Klick.
- Status: in Pilotvorbereitung — ein Prototyp wurde niedergelassenen Ärzt:innen demonstriert; der Produktivbetrieb beginnt mit ausgewählten Pilotpartnern. Das klinikseitige Aufnahme-Board ist live in Produktion.
- Sicherheit: ISO 27001 (TÜV Nord), Verarbeitung ausschließlich in der EU; Benachrichtigungen enthalten per Schema keine Patientendaten.
- Integration: KIS-agnostisch; die Übermittlung an Kostenträger bleibt beim System des Hauses. Fax bleibt als Eingangskanal dauerhaft gleichwertig.
- Evidenz: unabhängige Evaluation an der Charité (laufend).
- Für wen: Kliniken mit hohem Zuweisungsaufkommen — und die Praxen, die ihnen zuweisen, für diese kostenfrei.
Das Problem, das wir lösen
An einem Rehastandort gehen 1.000 bis 2.000 Faxe im Monat ein, fünf bis vierzig Seiten je Sendung, häufig unvollständig. Jede fehlende Unterlage startet eine Nachforderungsschleife über Tage; währenddessen weiß die Praxis nicht einmal, ob ihre Anfrage angekommen ist. Ein Haus, mit dem wir sprechen, zählt rund 9.000 Überweisungsanfragen für rund 900 Aufnahmen im Jahr — zehn Anfragen für eine Aufnahme. Die Mechanik dahinter haben wir in Wie aus zehn Anfragen eine Aufnahme wird beschrieben.
Die Verteilung ist dabei steil: 20 bis 30 Praxen erzeugen an einem Standort über 80 Prozent des Volumens. Wer diesen wenigen Praxen die Arbeit spürbar erleichtert, verändert den gesamten Eingang eines Hauses.
Wie aiomics das Zuweisermanagement baut
Alle folgenden Mechanismen sind Stand der Pilotvorbereitung: Ein Prototyp existiert und wurde niedergelassenen Ärzt:innen demonstriert; flächig ausgerollt ist davon nichts. Wir legen die Konstruktionsentscheidungen trotzdem offen — sie sind der Maßstab, an dem Pilotpartner uns messen können.
Erstens: die Zwei-Achsen-Firewall. Zuweiser:innen sehen ausschließlich, welche Dokumente vorliegen und in welchem Verfahrensschritt die Anfrage steht. Jede inhaltliche Analyse — Plausibilität, Ausschlusskriterien, Kontingente — bleibt klinikseitig; die Portal-Dienste haben auf diese Daten keinen Lesepfad, und genau das wird bei jedem Release automatisiert getestet. Für die Praxis heißt das: Sie wird nicht bewertet. Für die Klinik: Ihre Entscheidungsgrundlagen bleiben im Haus.
Zweitens: Benachrichtigungen ohne Patientendaten. Im Schema der Push- und E-Mail-Nachrichten existieren keine Felder für Patientendaten — transportiert werden Referenznummer und Statusklasse, mehr nicht. Selbst ein kompromittierter Zustellweg gäbe keine Patientendaten preis.
Drittens: Respekt statt Punktestand. Es gibt keine Zuweiser-Scores, keine Abzeichen, keine Ranglisten. Niemand, der einer Klinik Patient:innen anvertraut, soll sich von deren Software benotet fühlen.
Viertens: Fax bleibt. Portal- und Fax-Anfragen landen klinikseitig auf demselben Board und werden gleich behandelt. Das Portal gewinnt Praxen über den Nutzen — sofortige Rückmeldung zur Vollständigkeit, Status ohne Anruf — oder gar nicht. Was sich aus Faxen strukturiert herausholen lässt, zeigt unser Werkstattbericht zur Datenextraktion.
Fünftens: kostenfrei für Praxen, bezahlt vom empfangenden Haus. Das Onboarding ist ohne IT-Projekt konzipiert; von der Einladung bis zur ersten Einreichung sollen wenige Minuten vergehen — das ist ein Ziel der Pilotphase, kein Messwert. Eine Erfolgsmeldung erscheint erst, wenn die Einreichung serverseitig bestätigt gespeichert ist.
Woran Sie uns messen können
- Lassen Sie sich die Firewall zeigen: Es gibt keinen Konfigurationsschalter, der Zuweisern Ausschlusskriterien, Bewertungen oder klinikinterne Analysen anzeigt.
- Prüfen Sie eine Benachrichtigung im Klartext: Referenznummer und Statusklasse — Felder für Patientendaten existieren im Schema nicht.
- Suchen Sie Scores oder Ranglisten: Sie existieren nicht.
- Senden Sie parallel ein Fax: Es landet gleichwertig auf demselben klinikseitigen Board.
Wo aiomics nicht die richtige Wahl ist
Wer heute ein fertiges, flächig ausgerolltes Zuweiserportal kaufen will, ist bei uns zu früh: Wir laden Pilotpartner ein und benennen das genau so. Wer ein Portal sucht, das Zuweisern vorab signalisiert, ob eine Anfrage angenommen wird, oder das Kliniken in Ranglisten vergleicht, bekommt das bei uns nicht — in keiner Ausbaustufe. Und wer die Praxiskommunikation ausschließlich über KIM abwickeln will: Eine KIM-Anbindung bieten wir nicht an.
Häufige Fragen
Können wir das Portal heute schon einsetzen?
Als Pilotpartner ja — wir bauen den Produktivbetrieb mit wenigen Häusern auf und sagen offen, was das bedeutet: enge Begleitung, schnelle Iteration, noch kein Massenrollout. Den klinikseitigen Eingang können Sie unabhängig davon sofort ordnen; das Aufnahme-Board ist live in Produktion.
Was kostet das Portal die Zuweiserpraxis?
Nichts. Das Portal wird vom empfangenden Haus bezahlt; für Praxen ist es kostenfrei, ohne Installation und ohne Vertragsbindung.
Bewertet das Portal unsere Überweisungen?
Nein. Die Rückmeldung zur Vollständigkeit prüft, ob ein Dokumenttyp vorliegt, den der Zielpfad erwartet — nie, ob der Inhalt genügt. Die inhaltliche Bewertung bleibt bei der aufnehmenden Klinik und wird im Portal nicht angezeigt.
Ist aiomics ein Medizinprodukt?
Für die Dokumenten- und Verfahrensarbeit ist aiomics bewusst außerhalb der Medizinprodukte-Abgrenzung positioniert; die Abgrenzung ist dokumentiert und kann eingesehen werden — das gilt auch für Zuweiserportal und Aufnahme-Board. Für die Gesprächsdokumentation bereiten wir eine Zertifizierung nach MDR Klasse IIa vor. Aussagen des Systems bleiben in beiden Fällen Dokumentations- und Qualitätshinweise — Diagnostik und Therapie sind ärztlich.
Was kostet aiomics?
Die Bepreisung ist nutzungsbasiert und hängt von Dokumentvolumen und -qualität ab. Konkrete Zahlen nennen wir nach einem kurzen Gespräch über Ihre Fallzahlen — Pauschalpreise ohne diese Grundlage wären nicht seriös.
Wenn Ihr Haus den Zuweisereingang neu ordnen will — als Pilotpartner für das Portal oder zunächst am eigenen Faxstapel: Schreiben Sie uns. Laufende Einordnungen zu Aufnahme, Zuweisung und Klinik-KI liefert unser Newsletter Visite.
Das Zuweiserportal ist in Pilotvorbereitung; ein Prototyp wurde demonstriert, der Produktivbetrieb beginnt mit ausgewählten Pilotpartnern. Das klinikseitige Aufnahme-Board ist in Produktion.


