Qualitätsauswertung 2026: Was ändert sich bei Dekubitus und Karotis?
Im Auswertungsjahr 2026 wird für Dekubitusprophylaxe und Karotis-Revaskularisation eine neue statistische Einstufung eingeführt. Sie berücksichtigt die Unsicherheit des Ergebnisses.
Geltungsbereich
Auswertungsjahr 2026: Dekubitusprophylaxe und Karotis-Revaskularisation; keine pauschale Übertragung auf sämtliche Verfahren.
Einordnung
Das IQTIG nennt für die Umstellung im Auswertungsjahr 2026 ausdrücklich die Verfahren Dekubitusprophylaxe und Karotis-Revaskularisation. Die neue Methodik berücksichtigt statistische Unsicherheit mit einem bayesianischen Ansatz. Für die Einstufung werden das Indikatorergebnis und die Wahrscheinlichkeit, den Referenzbereich einzuhalten, gegen einen vorab festgelegten Schwellenwert geprüft.
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Was die Quelle zeigt
Deshalb reicht die Betrachtung des Prozentwerts gegenüber einer Grenze für diese Verfahren nicht aus. Auch ein Ergebnis außerhalb des Referenzbereichs kann rechnerisch unauffällig sein. Die Auswertung weist die verwendete Methode und den Schwellenwert aus. Das Begleitdokument erklärt außerdem die geänderte Bestimmung perzentilbasierter Referenzbereiche.
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Für die Anwendung
Für Zeitvergleiche empfiehlt sich ein sichtbarer Vermerk am Methodenwechsel. Wenn sich die Zahl auffälliger Indikatoren ändert, sollte die Besprechung zunächst klären, welcher Anteil auf andere Fälle und welcher auf die Einstufungsmethode zurückgeht. Das verhindert, dass eine geänderte Klassifikation vorschnell als Verbesserung oder Verschlechterung der Versorgung behandelt wird. Dies ist eine redaktionelle Empfehlung.
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Für die Fallbearbeitung
Redaktionelle Anwendungshinweise aus den oben genannten Quellen.
- Prüfen, ob die Auswertung tatsächlich eines der beiden umgestellten Verfahren betrifft.
- Indikatorwert, Fallzahl, Vertrauensbereich, Einstufungsmethode und Schwellenwert gemeinsam lesen.
- In Jahresvergleichen den Methodenwechsel ausdrücklich kennzeichnen.
Grenzen der Aussage
- Die Einstufung richtet sich nach der jeweiligen endgültigen Rechenregel. Auswertungsjahr und Erfassungsjahr sind getrennte Angaben. Das Dokument trägt das Datum 14. April 2026, obwohl im Dateinamen ein anderes Datum steht.
Quellen & Fundstellen
Die Fundstellen zeigen, worauf sich die Einordnung stützt.
- Umstellung der statistischen Methodik für rechnerische Auffälligkeiten und perzentilbasierte Referenzbereiche ↗
Abschnitte 1, 2.1 und 3, Seiten 3–10 Verfahrensumfang, Berücksichtigung statistischer Unsicherheit und Einstufung im Auswertungsjahr 2026.
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