Einordnung der Ergebnisse
- 0 Punkte (Klasse I)
Klasse I
In der Validierungskohorte traten bei 0,4 % schwere kardiale Komplikationen auf.
- 1 Punkt (Klasse II)
Klasse II
In der Validierungskohorte traten bei 0,9 % schwere kardiale Komplikationen auf.
- 2 Punkte (Klasse III)
Klasse III
In der Validierungskohorte traten bei 6,6 % schwere kardiale Komplikationen auf.
- 3–6 Punkte (Klasse IV)
Klasse IV
In der Validierungskohorte traten bei 11 % schwere kardiale Komplikationen auf.
Einordnung nach Lee 1999 [1]. Die Werte beschreiben Gruppen aus Studienkohorten, keine Vorhersage für eine einzelne Person.
Hintergrund
Als schwere kardiale Komplikationen galten Myokardinfarkt, Lungenödem, Kammerflimmern oder primärer Herzstillstand und kompletter AV-Block.
Die ESC-Leitlinie 2022 zur nicht kardialen Chirurgie nennt den Index als eines der Instrumente zur klinischen Risikoabschätzung, gemeinsam mit Belastbarkeit und Biomarkern.
Grenzen
- In neueren Kohorten unterschätzt der Index das Risiko teils, besonders bei gefäßchirurgischen Eingriffen.
- Belastbarkeit, Gebrechlichkeit und Biomarker wie NT-proBNP oder Troponin gehen nicht ein.
Quellen
- Lee TH, Marcantonio ER, Mangione CM, et al. Derivation and prospective validation of a simple index for prediction of cardiac risk of major noncardiac surgery. Circulation. 1999;100(10):1043–1049.
- Halvorsen S, Mehilli J, Cassese S, et al. 2022 ESC Guidelines on cardiovascular assessment and management of patients undergoing non-cardiac surgery. Eur Heart J. 2022;43(39):3826–3924.