Depressionsrückfall ohne Datenbonus, KI-Schreibhilfe in der Hausarztpraxis, Sepsis je nach Rechenweg
Neun Datenarten sagen einen Depressionsrückfall nicht besser voraus als wenige klinische Merkmale; eine KI-Schreibhilfe entlastet Hausärzt:innen abends, nach Monaten. Dazu: Sprachmodelle und Choosing Wisely, ein Delir-Modell aus Graz und warum Sepsis-Zahlen schwanken.
Visite sucht mit Ihnen die wenigen KI-Entwicklungen heraus, die für die Versorgung zählen, jede mit Quelle zum Nachprüfen. Geschrieben hat diese Ausgabe eine KI, gegengelesen hat ein Arzt mit leichter Hand. Vier Beiträge betreffen Anthropic, den Hersteller des Modells, mit dem Visite entsteht; sie sind gekennzeichnet. Diesmal mit ausführlichem Methodenkasten.

Der Befund
Für 564 Menschen mit Depression haben Forschende in Marburg und Münster fast alles erhoben, was sich heute messen lässt: vier MRT-Verfahren, Gene, Blutwerte, Kognitionstests, die Bakterien im Darm. Zwei Jahre später hatten 270 von ihnen einen Rückfall erlitten. Am besten sagte ihn ein Modell voraus, das nur wenige klinische Risikofaktoren kannte. Bildgebung, Gene und Mikrobiom fügten nichts hinzu.
Das taugt als Maßstab für jede Prognose, die mit vielen Datenquellen wirbt: Wie gut wäre sie mit den klinischen Angaben allein?
Wer nur drei Minuten hat: Lesen Sie den Methodenkasten. Er zeigt an einer Arbeit der Charité, warum dieselbe Sepsis-Definition in Studien zwischen 17 und 42 Prozent Fälle ergibt, und was das für jedes Vorhersagemodell bedeutet.
Evidenz
Depressionsrückfall: MRT, Gene und Darmflora schlugen wenige klinische Merkmale nicht
Für die Sprechstunde ändert diese Arbeit nichts, und genau darin liegt ihr Befund: Die aufwendigen Mehrdatenmodelle sagen einen Rückfall nicht besser voraus als wenige klinische Angaben. Ein Team aus Marburg und Münster, veröffentlicht in JAMA Psychiatry, hat für 564 Patient:innen mit aktueller oder früherer Major Depression zusammengetragen, was die Forschung heute erheben kann: klinische und psychometrische Daten, vier MRT-Verfahren, Genetik, Neurokognition, Blutwerte und Darmmikrobiom. 270 von ihnen erlitten in zwei Jahren einen Rückfall. Die balancierte Genauigkeit, der Mittelwert aus Sensitivität und Spezifität, lag je nach Modell zwischen 47,21 und 64,43 Prozent; 50 Prozent entspricht dem Raten. Am besten schnitt ein Modell ab, das allein auf wenigen bekannten klinischen Risikofaktoren beruhte. Bildgebung, Gene und Mikrobiom fügten als einmalige Messung zu Beginn nichts hinzu. Die Autor:innen schließen selbst, dass sich damit Entscheidungen für einzelne Patient:innen kaum steuern lassen, und setzen auf wiederholte Messungen im Verlauf.
Warum das zählt: Zusätzliche Datenarten müssen sich am Vergleich mit dem Einfachen bewähren. Wer ein Prognoseprodukt mit Bildgebung oder Biomarkern angeboten bekommt, fragt nach dem Ergebnis eines Modells nur aus klinischen Angaben an denselben Patient:innen.
Quelle: JAMA PsychiatryPaywall
KI-Schreibhilfe senkt die Abendarbeit von Hausärzt:innen nach fünf Monaten um 19 Prozent
Wer eine KI-Schreibhilfe einführt, kann mit weniger Abendarbeit rechnen, muss dafür aber Monate warten; über die Qualität der Notizen sagt diese Arbeit nichts. Ein Team der Washington University in St. Louis, veröffentlicht im Journal of the American Medical Informatics Association, verglich für 220 hausärztlich Tätige aus 36 Praxen jeweils die 150 Tage vor und nach dem ersten Zugang zu einem Programm, das das Gespräch mithört und die Notiz entwirft. Die Notizzeit sank am ersten Tag um 7 und nach 150 Tagen um 16 Prozent. Die Arbeit zwischen 17:30 und 7 Uhr blieb anfangs unverändert und lag nach 150 Tagen um 19 Prozent niedriger, die Arbeit außerhalb der Sprechzeiten um 13 Prozent. Die abrechenbare Leistung stieg um 2 Prozent, die Notizen wurden nicht länger. Einen Kontrollarm gab es nicht; wer früh zugriff, war womöglich ohnehin motivierter.
Warum das zählt: Die Entlastung nach Feierabend zeigt sich erst nach Monaten; am ersten Tag war davon nichts zu sehen. Wer ein Pilotprojekt plant, wertet frühestens nach fünf Monaten aus und misst neben der Notizzeit die Arbeit nach Feierabend.
Quelle: Journal of the American Medical Informatics AssociationPaywall
KI in der klinischen Praxis
Sprachmodelle raten in 42,8 Prozent zum Ultraschall kleiner Schilddrüsenknoten
Choosing Wisely ist die US-Kampagne der Fachgesellschaften gegen unnötige Untersuchungen und Behandlungen; in Deutschland entspricht ihr „Klug entscheiden“ der DGIM. Forschende aus Israel, veröffentlicht in den Annals of Internal Medicine, bauten aus 15 dieser Empfehlungen 225 Fallvignetten, je zehn mit richtiger Zurückhaltung und fünf mit richtigem Handeln. Sechs Modelle von OpenAI, Anthropic und Google gaben 4.050 Antworten. Überversorgung empfahlen sie in 5,4 Prozent, bei 8 der 15 Empfehlungen nie. Das meiste entfiel auf zwei Fragen: Ultraschall eines zufällig entdeckten Schilddrüsenknotens unter einem Zentimeter (42,8 Prozent) und Routine-EKG bei Erwachsenen mit niedrigem Risiko (28,3 Prozent). Eine angebrachte Maßnahme hielten die Modelle in 0,6 Prozent zurück. Geprüft wurden Einzelfragen ohne Nachfrage.
Warum das zählt: Die Fehler sind selten und sammeln sich an zwei Stellen. Wer ein Modell für Abklärungsfragen nutzt, prüft dessen Rat bei Zufallsbefunden und Vorsorge-EKGs gegen die Leitlinie.
Quelle: Annals of Internal MedicinePaywall
Delir-Modell aus der Akte markiert 87 Prozent der späteren Fälle, der 4AT 28 Prozent
In der Grazer Unfallchirurgie, veröffentlicht in JMIR Formative Research, liefen bei 2.002 Patient:innen zwei Verfahren nebeneinander: der 4AT, ein kurzer Test am Bett auf ein bestehendes Delir, und ein bereits validiertes Random-Forest-Modell (maschinelles Lernen), das aus Daten der elektronischen Akte das Delirrisiko für den Aufenthalt schätzt. 189 Patient:innen entwickelten ein Delir. Das Modell hatte bei Aufnahme 165 von ihnen als gefährdet markiert (87,3 Prozent), der 4AT 5 (28,0 Prozent). Von den 1.813 ohne Delir stufte das Modell 73,9 Prozent richtig als ungefährdet ein, der 4AT 96,3 Prozent. Das Modell schlägt bei gut einem Viertel der Patient:innen ohne Delir Alarm.
Warum das zählt: Der 4AT erfasst ein bestehendes Delir, für Vorhersagen ist er nicht gebaut. Wer ein solches Modell erwägt, rechnet vorher aus, wie viele Patient:innen täglich auf der Liste stünden und ob die Prävention dafür reicht.
Quelle: JMIR Formative Research
KI-Vorauswahl im Langzeit-EEG: Befund in 2,2 statt 52,4 Minuten, Sensitivität höher
Ein internationales Team, veröffentlicht in Epilepsia, prüfte die Software autoSCORE an 78 Langzeit-EEGs Erwachsener aus einem Zentrum. Referenz war die Entlassdiagnose der Epilepsie-Monitoring-Einheit. Drei Expert:innen prüften nur die Vorschläge der Software, drei andere lasen die vollständigen Ableitungen. Mit Vorauswahl brauchten sie im Median 2,2 statt 52,4 Minuten, stimmten untereinander deutlich besser überein (Gwet-AC1, ein Maß für Übereinstimmung: 0,81 statt 0,43) und erkannten mehr auffällige Ableitungen (Sensitivität 0,88 statt 0,69). Die Gesamtgenauigkeit unterschied sich nach Korrektur für viele Tests nicht. Die Software allein erreichte eine Genauigkeit von 0,55, mit Expertenprüfung 0,75. Unter den Autor:innen ist der Hersteller Natus vertreten.
Warum das zählt: Hier ist die Kombination empfindlicher als die volle Durchsicht und genauer als die Software allein, bei einem Befund, der sonst fast eine Stunde kostet. Wer solche Programme einführt, behält die ärztliche Prüfung jedes Vorschlags bei.
Quelle: Epilepsia
Googles Gesundheitsagent deutet Fitnessdaten und Befunde, bewertet in 1.350 Stunden
Ein Team von Google Research, veröffentlicht in Nature, beschreibt einen persönlichen Gesundheitsagenten aus drei zusammenarbeitenden Programmteilen. Einer analysiert Langzeitdaten aus Fitnessarmbändern und Akten und setzt sie in Bezug zu Bevölkerungswerten, einer verbindet sie mit medizinischem Wissen, ein dritter führt das Gespräch, setzt Ziele und verfolgt Fortschritte. Die Aufgaben leitete das Team aus Suchanfragen und Foreneinträgen ab: allgemeines Gesundheitswissen, Deutung eigener Daten, Rat zum Lebensstil, Einschätzung von Symptomen. Geprüft wurde an Testaufgaben mit mehr als 7.000 Bewertungen, für die Fachleute und Nutzer:innen 1.350 Stunden aufwandten. Das System ist als Open Source verfügbar. Die Vorabfassung erschien im August 2025; die meisten Autor:innen sind oder waren bei Alphabet beschäftigt.
Warum das zählt: Bewertet wurden Antworten, gemessen wurde kein Ergebnis bei Patient:innen. Wer jemandem mit einer solchen Auswertung in der Sprechstunde begegnet, fragt, welche Daten das Programm gelesen hat und welche nicht.
Quelle: Nature
Gesundheitssystem & Politik
gematik stellt verbindliche Kernprofile für den Datenaustausch zur Kommentierung
Die gematik hat am 19. Oktober das Weißbuch „Governance Kernprofile“ zur öffentlichen Kommentierung gestellt, auf dem Portal von HL7 Deutschland. Kernprofile legen fest, wie Grunddaten wie Patientenangaben, Diagnosen und Medikation digital zu erfassen sind, auf Basis des Austauschstandards HL7 FHIR. Systeme sollen Daten dann ohne eigens gebaute Übersetzungsprogramme austauschen. Die gematik nennt bis zu 400 verschiedene Programme in einem einzelnen Krankenhaus. Grundlage sind Empfehlungen einer Arbeitsgruppe des Kompetenzzentrums für Interoperabilität im Gesundheitswesen. Ein erster Fahrplan soll Mitte 2027 vorliegen, erste Kernprofile Anfang 2028. Künstliche Intelligenz erwähnt die Mitteilung nicht.
Warum das zählt: Ein Modell, das in einem Haus gelernt hat, rechnet im nächsten nur so gut, wie die Daten dort gleich erfasst sind; gemeinsame Profile verringern diesen Abstand. Wer in einer Fachgesellschaft oder einer IT-Leitung sitzt, kann das Weißbuch jetzt kommentieren.
Quelle: gematik
Führung & Exzellenz
Anthropic stellt weniger Berufseinsteiger:innen ein: 9 statt 27 Prozent
Anthropic hat am 16. Oktober ausgewertet, wie die eigenen KI-Agenten die Arbeit im Unternehmen verändern, aus Personaldaten, Nutzungsprotokollen, Umfragen und Interviews. Der Anteil von Berufseinsteiger:innen an den technischen Neueinstellungen fiel seit Anfang 2025 von 27 auf 9 Prozent. Rund 80 Prozent der Zeit in Arbeitssitzungen mit Claude wartet das Modell auf menschliche Eingaben; die Beschäftigten beschreiben sich selbst als Engpass, ihre Arbeit verschiebt sich vom Erledigen zum Steuern und Prüfen. Der Bericht räumt ein, dass die Zusagen des Unternehmens denen nicht helfen, die gar nicht erst eingestellt werden, und dass sich vieles nicht auf andere Branchen übertragen lässt. Es sind Selbstauskünfte eines Herstellers.
Warum das zählt: Assistenzärzt:innen lernen an Routineaufgaben wie dem Entwurf des Arztbriefs, und genau diese übernimmt Software zuerst. Wer Weiterbildung verantwortet, legt fest, welche Aufgaben Anfänger:innen weiterhin selbst erledigen, bevor sie die Entwürfe einer Maschine prüfen.
Quelle: Anthropic
Gesellschaft & Zukunft
OpenAI kauft Orchestra Bio und will Agenten in die Arzneimittelentwicklung bringen
OpenAI hat am 20. Oktober das junge Unternehmen Orchestra Bio übernommen und in Rosalind eingegliedert, seine Programmfamilie für Biologie und Chemie. Orchestras Agenten überwachen Entwicklungsprogramme für Arzneimittel: Sie erkennen etwa, welche Termine eine gescheiterte Produktionscharge verschiebt, sammeln Informationen und vergleichen Optionen; entscheiden sollen Wissenschaftler:innen und Programmleitungen. Der Kaufpreis wurde nicht genannt. Zwei Tage später lud Anthropic Forschungsgruppen aus Hochschulen, gemeinnützigen und staatlichen Laboren ein, 8 bis 12 Wochen mit Anthropic-Forschenden an Fragen bis hin zu Wirkstoffsuche und klinischer Wissenschaft zu arbeiten, auf Kosten des Unternehmens. Unabhängige Belege, dass solche Agenten Entwicklungszeiten verkürzen, gibt es bisher nicht.
Warum das zählt: Die Labore zielen auf den Teil der Entwicklung, an dem Kliniken beteiligt sind: Studien, Studienüberwachung, Zeitpläne. Wer als Prüfzentrum mit einem Sponsor arbeitet, der solche Agenten einsetzt, lässt sich schriftlich geben, welche Schritte sie selbst auslösen dürfen.
Quelle: Decrypt
Die lange Lektüre
Ein unabhängiger Prüfer findet Lücken in der Überwachung von Anthropics Modellen
METR prüft für KI-Labore, ob deren Modelle gefährlich handeln könnten. Am 20. Oktober veröffentlichte sie ihre Durchsicht eines Abschnitts aus Anthropics Risikobericht vom August, zu Fehlverhalten von Modellen in folgenreichen Lagen. METR teilt die Einschätzung, das Risiko sei gering, sieht den Grund aber vor allem in den begrenzten Fähigkeiten der Modelle, weniger in Schutzmaßnahmen. Die Überwachung habe Lücken, lasse sich teils einfach abschalten, und Menschen prüften erst Tage bis eine Woche später. Behauptete ein Modell in seiner Begründung, die Umgebung sei nur simuliert, markierte das automatische Überwachungsprogramm etwa 1 Prozent seiner Handlungen, ohne diese Begründung etwa 50 Prozent. Anthropic hatte ein Veto über Veröffentlichung und Schwärzungen.
Warum das zählt: METRs Fragen passen fast wörtlich auf die Nachbeobachtung klinischer KI: Was entgeht der Überwachung, wie schnell schaut ein Mensch hin, wer darf Befunde zurückhalten? Wer mit Herstellern verhandelt, kann sie übernehmen.
Quelle: METR
Zum Schluss
Ein Programmierer schreibt einen Nachruf auf das Rätsellösen
Der Entwickler Jeremy Scheff hat am 19. Oktober einen Nachruf auf das Programmieren veröffentlicht; Simon Willison hat ihn auf seiner Website weitergereicht. Für viele, schreibt Scheff, war der Beruf gut bezahltes Lösen verzwickter Logikrätsel, und je schwerer das Rätsel, desto höher das Gehalt. Programmier-Agenten lösen diese Rätsel nun selbst. Wer vor allem funktionierende Systeme bauen will, gewinnt dabei. Wer das Rätsel selbst liebte, verliert etwas, und Scheff beschreibt beide Gruppen ohne Vorwurf. Manche Ärzt:innen werden sich in der zweiten wiedererkennen, bei dem Fall, der erst am dritten Tag aufgeht.
Quelle: Jeremy Scheff (dumbmatter.com)
Methodenkasten
Methodenkasten: Wer zählt, was Sepsis ist?
Ein Modell, das Sepsis vorhersagen soll, lernt an Fällen, die vorher jemand als Sepsis markiert hat. Diese Markierung ist selten so fest, wie sie aussieht. Eine Arbeitsgruppe der Charité, veröffentlicht am 20. Oktober im Journal of the American Medical Informatics Association, hat 64 Studien ausgewertet, die Sepsis nach derselben Definition (Sepsis-3 mit dem SOFA-Score) in zwei frei verfügbaren US-Intensivdatenbanken suchten, MIMIC-III und eICU. Der Anteil der gefundenen Sepsisfälle reichte in MIMIC-III von 3,4 bis 65,2 Prozent. Selbst Studien mit identischer Kohortendefinition kamen auf 16,9 bis 42,2 Prozent.
Der Grund liegt in Entscheidungen, die in keiner Definition stehen. Wie wird mit fehlenden Werten umgegangen? Beginnt das Zeitfenster mit dem Infektionsverdacht oder mit der Aufnahme auf die Intensivstation? Gilt als SOFA-Ausgangswert null oder ein früher gemessener Wert? In den 12 Studien mit veröffentlichtem Programmcode fanden die Autor:innen 321 solcher Einzelentscheidungen. Nur gut die Hälfte aller Arbeiten beschrieb überhaupt, wie sie den SOFA-Score berechnete.
Für die Bewertung eines Sepsis-Modells folgt daraus eine Frage, die vor jeder Genauigkeitszahl kommt: Nach welchem Rechenweg wurde markiert, und wie häufig ist Sepsis danach in den Daten? Zwei Teams, die dasselbe Modell an denselben Patient:innen prüfen, können zu verschiedenen Ergebnissen kommen, weil sie verschiedene Patient:innen als septisch zählen. Dasselbe gilt für Register: Für Sepsisdaten verweist die Bundesregierung auf das Forschungsdatenzentrum Gesundheit, also auf Abrechnungsdaten mit ICD-Kodierung (Antwort auf eine Anfrage der Grünen, berichtet am 16. Oktober). Auch dort entscheidet der Rechenweg, wie viele Fälle es gibt. Wo eine Studie dazu Angaben macht, nennen wir Rechenweg und Häufigkeit der Markierung künftig in der Evidenz-Karte.
Aussortiert diese Woche: Zwei Arbeiten vom 15. Oktober fielen einen Tag vor unserem Fenster heraus, eine JAMA-Auswertung von 271 Millionen Anfragen an das ärztliche Auskunftsprogramm OpenEvidence und Google DeepMinds Suche nach antimikrobiellen Peptiden mit einem KI-Agenten; ebenso die Anhörung zum Gesundheitsdatengesetz GeDIG am 14. Oktober. Eine BMJ-Meldung über eine US-App, die Rezepte ohne ärztliche Aufsicht ausstellen soll, konnten wir nicht im Original lesen.
Jede Visite-Ausgabe wird von einem KI-System recherchiert und geschrieben. Dr. med. Sven Jungmann liest sie vor der Veröffentlichung gegen und trägt die redaktionelle Verantwortung. Die Quellen sind zur eigenen Prüfung verlinkt.