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FormelIntensivmedizin · Anästhesiologie · Pneumologie

Horovitz-Quotient (PaO₂/FiO₂)

Oxygenierung und Schweregrad nach der ARDS-Berlin-Definition

Der Horovitz-Quotient setzt den arteriellen Sauerstoffpartialdruck ins Verhältnis zur inspiratorischen Sauerstofffraktion. Er beschreibt, wie gut die Lunge Sauerstoff aufnimmt, und dient in der Berlin-Definition des ARDS von 2012 zur Einteilung des Schweregrads.

Zu Lehr- und Informationszwecken. Kein Medizinprodukt, nicht zur Anwendung an Patient:innen bestimmt.

Diese Seiten erklären veröffentlichte klinische Scores und Formeln: Kriterien, Rechenweg, Einordnung durch die Originalquelle und Grenzen. Sie sind kein Medizinprodukt und nicht dafür bestimmt, Diagnosen zu stellen, Therapien auszuwählen oder Entscheidungen über einzelne Patient:innen zu treffen. Ergebnisse beschreiben Beobachtungen aus Studienkohorten. Die Inhalte wurden mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und können Fehler enthalten.

Zweckbestimmung, Prüfstand und Haftung →

Anwendungsbereich laut Quelle

Untersuchte Gruppe Erwachsene mit arterieller Blutgasanalyse bei bekannter Sauerstoffzufuhr, etwa beatmete Patient:innen mit Verdacht auf ARDS.

Übungsfall: Beatmete Pneumonie, Blutgas in kPa

Fiktiver Lehrfall

Ein 58-jähriger Mann mit Pneumonie wird mit einem PEEP von 8 cmH₂O beatmet. Die arterielle Blutgasanalyse zeigt einen PaO₂ von 9,5 kPa bei einer FiO₂ von 60 %. Achten Sie auf die Einheit.

Füllen Sie das Formular zuerst selbst aus. Danach können Sie Ihre Lösung mit der Musterlösung vergleichen.

Werte

Aus der arteriellen Blutgasanalyse

Raumluft entspricht 21 %

%
Ergebnis Werte eingeben

Einordnung der Ergebnisse

  1. bis 100 mmHg

    Bereich eines schweren ARDS

    Nach der Berlin-Definition entspricht ein Quotient bis 100 mmHg dem schweren ARDS, sofern alle übrigen Kriterien erfüllt sind.

  2. 101–200 mmHg

    Bereich eines moderaten ARDS

    Nach der Berlin-Definition entspricht ein Quotient über 100 bis 200 mmHg dem moderaten ARDS, sofern alle übrigen Kriterien erfüllt sind.

  3. 201–300 mmHg

    Bereich eines milden ARDS

    Nach der Berlin-Definition entspricht ein Quotient über 200 bis 300 mmHg dem milden ARDS, sofern alle übrigen Kriterien erfüllt sind.

  4. über 300 mmHg

    Außerhalb der ARDS-Schweregrade

    Oberhalb von 300 mmHg liegt der Quotient außerhalb der Schweregradbereiche der Berlin-Definition.

Einordnung nach ARDS Definition Task Force 2012 [1]. Die Werte beschreiben Gruppen aus Studienkohorten, keine Vorhersage für eine einzelne Person.

Hintergrund

Berechnung: PaO₂ in mmHg geteilt durch die FiO₂ als Dezimalbruch, also 0,21 bis 1,0. Bei gesunder Lunge unter Raumluft liegt der Quotient etwa zwischen 400 und 500 mmHg.

Die ARDS Definition Task Force hat 2012 mit der Berlin-Definition drei Schweregrade festgelegt: mild über 200 bis 300 mmHg, moderat über 100 bis 200 mmHg und schwer bis 100 mmHg. Der Quotient ist auch Teil der Atmungskomponente des SOFA-Scores.

Grenzen

  • Der Wert hängt von Beatmungseinstellungen wie PEEP und FiO₂ ab und kann sich bei gleicher Lungenschädigung verändern.
  • Ein niedriger Quotient allein ist kein ARDS; die weiteren Kriterien der Definition gelten gemeinsam.
  • Nicht zu verwechseln mit dem Oxygenierungsindex der Pädiatrie, der den mittleren Atemwegsdruck einbezieht.

Quellen

  1. ARDS Definition Task Force; Ranieri VM, Rubenfeld GD, Thompson BT, et al. Acute respiratory distress syndrome: the Berlin Definition. JAMA. 2012;307(23):2526–2533.

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