Einordnung der Ergebnisse
- bis 100 mmHg
Bereich eines schweren ARDS
Nach der Berlin-Definition entspricht ein Quotient bis 100 mmHg dem schweren ARDS, sofern alle übrigen Kriterien erfüllt sind.
- 101–200 mmHg
Bereich eines moderaten ARDS
Nach der Berlin-Definition entspricht ein Quotient über 100 bis 200 mmHg dem moderaten ARDS, sofern alle übrigen Kriterien erfüllt sind.
- 201–300 mmHg
Bereich eines milden ARDS
Nach der Berlin-Definition entspricht ein Quotient über 200 bis 300 mmHg dem milden ARDS, sofern alle übrigen Kriterien erfüllt sind.
- über 300 mmHg
Außerhalb der ARDS-Schweregrade
Oberhalb von 300 mmHg liegt der Quotient außerhalb der Schweregradbereiche der Berlin-Definition.
Einordnung nach ARDS Definition Task Force 2012 [1]. Die Werte beschreiben Gruppen aus Studienkohorten, keine Vorhersage für eine einzelne Person.
Hintergrund
Berechnung: PaO₂ in mmHg geteilt durch die FiO₂ als Dezimalbruch, also 0,21 bis 1,0. Bei gesunder Lunge unter Raumluft liegt der Quotient etwa zwischen 400 und 500 mmHg.
Die ARDS Definition Task Force hat 2012 mit der Berlin-Definition drei Schweregrade festgelegt: mild über 200 bis 300 mmHg, moderat über 100 bis 200 mmHg und schwer bis 100 mmHg. Der Quotient ist auch Teil der Atmungskomponente des SOFA-Scores.
Grenzen
- Der Wert hängt von Beatmungseinstellungen wie PEEP und FiO₂ ab und kann sich bei gleicher Lungenschädigung verändern.
- Ein niedriger Quotient allein ist kein ARDS; die weiteren Kriterien der Definition gelten gemeinsam.
- Nicht zu verwechseln mit dem Oxygenierungsindex der Pädiatrie, der den mittleren Atemwegsdruck einbezieht.