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PunktescoreNotfallmedizin · Pneumologie

PERC-Regel (Pulmonary Embolism Rule-out Criteria)

Ausschlusskriterien bei niedriger Vortestwahrscheinlichkeit einer Lungenembolie

Die PERC-Regel prüft acht einfache Kriterien bei Patient:innen, deren klinische Vortestwahrscheinlichkeit für eine Lungenembolie bereits als niedrig eingeschätzt wurde. Kline und Kolleg:innen haben sie 2004 in US-amerikanischen Notaufnahmen entwickelt. Sie ist nur in dieser Ausgangslage aussagekräftig.

Zu Lehr- und Informationszwecken. Kein Medizinprodukt, nicht zur Anwendung an Patient:innen bestimmt.

Diese Seiten erklären veröffentlichte klinische Scores und Formeln: Kriterien, Rechenweg, Einordnung durch die Originalquelle und Grenzen. Sie sind kein Medizinprodukt und nicht dafür bestimmt, Diagnosen zu stellen, Therapien auszuwählen oder Entscheidungen über einzelne Patient:innen zu treffen. Ergebnisse beschreiben Beobachtungen aus Studienkohorten. Die Inhalte wurden mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und können Fehler enthalten.

Zweckbestimmung, Prüfstand und Haftung →

Anwendungsbereich laut Quelle

Untersuchte Gruppe Patient:innen in der Notaufnahme, deren klinische Vortestwahrscheinlichkeit für eine Lungenembolie bereits als niedrig eingeschätzt wurde.

Ausgeschlossen oder nicht übertragbar
  • Mittlere oder hohe klinische Vortestwahrscheinlichkeit: Dann ist das Ergebnis nicht verwertbar.
  • Schwangere und stationäre Patient:innen: nicht untersucht
Übungsfall: Pleuritischer Schmerz bei junger Frau

Fiktiver Lehrfall

Eine 32-jährige Frau stellt sich mit atemabhängigem Brustschmerz vor. Die klinische Vortestwahrscheinlichkeit wird als niedrig eingeschätzt. Die Herzfrequenz liegt bei 88/min, die Sauerstoffsättigung bei 98 %. Sie nimmt ein orales Kontrazeptivum. Weitere Kriterien treffen nicht zu.

Füllen Sie das Formular zuerst selbst aus. Danach können Sie Ihre Lösung mit der Musterlösung vergleichen.

Kriterien

Nicht angekreuzte Kriterien zählen als nicht erfüllt.

Ergebnis Kriterien auswählen

Einordnung der Ergebnisse

  1. 0 Kriterien

    PERC-negativ: alle Kriterien unauffällig

    Die Regel wurde so entwickelt, dass bei niedriger Vortestwahrscheinlichkeit und negativem Ergebnis die Wahrscheinlichkeit einer Lungenembolie unter etwa 2 % liegt.

  2. 1–8 Kriterien

    PERC-positiv

    Mindestens ein Kriterium ist erfüllt. Die Regel kann eine Lungenembolie dann nicht als unwahrscheinlich einordnen; sie trifft keine weitere Aussage.

Einordnung nach Kline 2004 [1]. Die Werte beschreiben Gruppen aus Studienkohorten, keine Vorhersage für eine einzelne Person.

Hintergrund

Die Regel ergänzt die klinische Einschätzung: Nur wenn die Vortestwahrscheinlichkeit bereits als niedrig gilt (in der Originalarbeit unter 15 %), soll ein negatives PERC-Ergebnis die Wahrscheinlichkeit weiter senken.

Die ESC-Leitlinie 2019 zur akuten Lungenembolie erwähnt die PERC-Regel für Notaufnahmen als Möglichkeit, bei niedriger klinischer Wahrscheinlichkeit unnötige Diagnostik zu vermeiden, und weist auf Unterschiede in der Prävalenz zwischen Populationen hin.

Grenzen

  • Entwickelt in US-amerikanischen Notaufnahmen; in Populationen mit höherer Prävalenz einer Lungenembolie, etwa in manchen europäischen Kohorten, ist die Sicherheit weniger gut belegt.

Quellen

  1. Kline JA, Mitchell AM, Kabrhel C, Richman PB, Courtney DM. Clinical criteria to prevent unnecessary diagnostic testing in emergency department patients with suspected pulmonary embolism. J Thromb Haemost. 2004;2(8):1247–1255.

    Originalpublikation

  2. Konstantinides SV, Meyer G, Becattini C, et al. 2019 ESC Guidelines for the diagnosis and management of acute pulmonary embolism developed in collaboration with the European Respiratory Society (ERS). Eur Heart J. 2020;41(4):543–603.

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