Einordnung der Ergebnisse
- 3–8 Punkte
Schwere Bewusstseinsstörung
In der gebräuchlichen Einteilung des Schädel-Hirn-Traumas entspricht ein Wert von 3 bis 8 einem schweren Schädel-Hirn-Trauma.
- 9–12 Punkte
Mittelschwere Bewusstseinsstörung
In der gebräuchlichen Einteilung des Schädel-Hirn-Traumas entspricht ein Wert von 9 bis 12 einem mittelschweren Schädel-Hirn-Trauma.
- 13–15 Punkte
Leichte oder keine Bewusstseinsstörung
In der gebräuchlichen Einteilung des Schädel-Hirn-Traumas entspricht ein Wert von 13 bis 15 einem leichten Schädel-Hirn-Trauma.
Einordnung nach Teasdale 2014 [2]. Die Werte beschreiben Gruppen aus Studienkohorten, keine Vorhersage für eine einzelne Person.
Hintergrund
Die Summe reicht von 3 bis 15 Punkten. Die Autor:innen empfahlen von Beginn an, die drei Komponenten einzeln anzugeben, etwa als A3 V4 M5, weil gleiche Summen sehr unterschiedliche Befunde abbilden können.
Die heute übliche 15-Punkte-Fassung unterscheidet in der Motorik normale und abnorme Beugung. Die Einteilung in leichtes, mittelschweres und schweres Schädel-Hirn-Trauma ist eine verbreitete klinische Konvention und nicht Teil der ursprünglichen Skala.
Grenzen
- Ist eine Komponente nicht testbar, etwa die Sprache bei Intubation oder die Augen bei Lidschwellung, wird sie als „NT“ (nicht testbar) dokumentiert statt mit 1 Punkt bewertet; eine Summe ist dann nur eingeschränkt aussagekräftig.
- Sedierung, Intoxikation, Aphasie und Hörstörungen beeinflussen die Bewertung.