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SkalaNeurologie · Notfallmedizin · Intensivmedizin

Glasgow Coma Scale (GCS)

Bewusstseinslage nach Augenöffnen, Sprache und Motorik

Die Glasgow Coma Scale beschreibt die Bewusstseinslage anhand von drei beobachtbaren Reaktionen: Augenöffnen, verbale und motorische Reaktion. Teasdale und Jennett haben sie 1974 in Glasgow veröffentlicht; heute ist sie international der Standard zur Verlaufsbeschreibung.

Zu Lehr- und Informationszwecken. Kein Medizinprodukt, nicht zur Anwendung an Patient:innen bestimmt.

Diese Seiten erklären veröffentlichte klinische Scores und Formeln: Kriterien, Rechenweg, Einordnung durch die Originalquelle und Grenzen. Sie sind kein Medizinprodukt und nicht dafür bestimmt, Diagnosen zu stellen, Therapien auszuwählen oder Entscheidungen über einzelne Patient:innen zu treffen. Ergebnisse beschreiben Beobachtungen aus Studienkohorten. Die Inhalte wurden mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und können Fehler enthalten.

Zweckbestimmung, Prüfstand und Haftung →

Anwendungsbereich laut Quelle

Untersuchte Gruppe Erwachsene und ältere Kinder mit Bewusstseinsstörung, ursprünglich nach Schädel-Hirn-Trauma beschrieben.

Ausgeschlossen oder nicht übertragbar
  • Säuglinge und Kleinkinder: Hier wird eine angepasste pädiatrische Fassung verwendet.
Übungsfall: Sturz vom Fahrrad

Fiktiver Lehrfall

Ein 34-jähriger Radfahrer wird nach einem Sturz ohne Helm gebracht. Er öffnet die Augen auf Ansprache, antwortet verwirrt und lokalisiert einen Schmerzreiz gezielt.

Füllen Sie das Formular zuerst selbst aus. Danach können Sie Ihre Lösung mit der Musterlösung vergleichen.

Kriterien

Augenöffnen
Verbale Reaktion
Motorische Reaktion
Ergebnis Kriterien auswählen

Einordnung der Ergebnisse

  1. 3–8 Punkte

    Schwere Bewusstseinsstörung

    In der gebräuchlichen Einteilung des Schädel-Hirn-Traumas entspricht ein Wert von 3 bis 8 einem schweren Schädel-Hirn-Trauma.

  2. 9–12 Punkte

    Mittelschwere Bewusstseinsstörung

    In der gebräuchlichen Einteilung des Schädel-Hirn-Traumas entspricht ein Wert von 9 bis 12 einem mittelschweren Schädel-Hirn-Trauma.

  3. 13–15 Punkte

    Leichte oder keine Bewusstseinsstörung

    In der gebräuchlichen Einteilung des Schädel-Hirn-Traumas entspricht ein Wert von 13 bis 15 einem leichten Schädel-Hirn-Trauma.

Einordnung nach Teasdale 2014 [2]. Die Werte beschreiben Gruppen aus Studienkohorten, keine Vorhersage für eine einzelne Person.

Hintergrund

Die Summe reicht von 3 bis 15 Punkten. Die Autor:innen empfahlen von Beginn an, die drei Komponenten einzeln anzugeben, etwa als A3 V4 M5, weil gleiche Summen sehr unterschiedliche Befunde abbilden können.

Die heute übliche 15-Punkte-Fassung unterscheidet in der Motorik normale und abnorme Beugung. Die Einteilung in leichtes, mittelschweres und schweres Schädel-Hirn-Trauma ist eine verbreitete klinische Konvention und nicht Teil der ursprünglichen Skala.

Grenzen

  • Ist eine Komponente nicht testbar, etwa die Sprache bei Intubation oder die Augen bei Lidschwellung, wird sie als „NT“ (nicht testbar) dokumentiert statt mit 1 Punkt bewertet; eine Summe ist dann nur eingeschränkt aussagekräftig.
  • Sedierung, Intoxikation, Aphasie und Hörstörungen beeinflussen die Bewertung.

Quellen

  1. Teasdale G, Jennett B. Assessment of coma and impaired consciousness. A practical scale. Lancet. 1974;2(7872):81–84.

    Originalpublikation

  2. Teasdale G, Maas A, Lecky F, Manley G, Stocchetti N, Murray G. The Glasgow Coma Scale at 40 years: standing the test of time. Lancet Neurol. 2014;13(8):844–854.

    Übersicht

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