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BEFUND

Befund · Seite 16

Analysen zu Klinikabläufen, Erlössicherung und Beschaffung — für Geschäftsführung, Einkauf und IT.
Eine erfahrene Ärztin und ein junger Kollege stehen bei der Visite am Krankenbett, sie blickt auf die Patientin, er zwischen Tablet und derselben Patientin hin und her.
Reflexionen

Das wandelnde Lexikon hat ausgedient. Wir bilden noch immer dafür aus.

Ein Jahrhundert lang wählten wir Ärzt:innen danach aus, was sie auswendig konnten — der Mensch war das Speichermedium. Das ist gelöst. Knapp bleibt die Fähigkeit, die wir kaum prüfen: aus einem Patienten klug zu werden, wenn die Daten einander widersprechen.

Dr. Sven JungmannCEO
Eine Ärztin sitzt spät im Dienst allein an einem schwach beleuchteten Stationstresen, eine Hand an der Schläfe, neben einer offenen Akte und einer kalt gewordenen Tasse Kaffee.
Reflexionen

Der kognitive ROI: Warum Zeitersparnis die falsche Kennzahl ist

Klinik-Technik wird über gesparte Minuten verkauft. Doch eine Minute fürs Anmelden um acht Uhr morgens ist nicht dasselbe wie eine Minute für eine Entscheidung über das Lebensende um vier Uhr nachmittags. Die knappe Ressource ist nicht die Zeit. Es ist das Urteil.

Dr. Sven JungmannCEO
Eine Ärztin auf Visite steht vor einem wandmontierten Arbeitsplatz, dessen Bildschirm ein administratives Abrechnungsfenster ausfüllt, während nur am Rand eine kleine physiologische Trendkurve sichtbar ist.
Reflexionen

Die rückwärts konstruierte Rechnung: Warum das KIS gegen die Ärztin arbeitet

Sehen Sie einer Ärztin bei der Visite zu, und der Ärger gilt selten der Medizin. Er gilt dem Bildschirm, der das Denken unterbricht, um eine Abrechnungsziffer zu bestätigen. Wir haben nicht die Akte digitalisiert, sondern die Rechnung — und die Krankengeschichte hinten angeklebt.

Dr. Sven JungmannCEO
Eine erfahrene Ärztin sitzt im späten Nachmittagslicht am Schreibtisch der Sprechstunde, beide Hände auf der Tastatur, daneben ein leerer Patientenstuhl.
Reflexionen

Die Schreibkraft für hundert Euro die Stunde

Wir stellen Ärzt:innen für ihr Urteil ein und verbrauchen ein Drittel davon mit Dateneingabe. Die Tastatur war nie ein klinisches Instrument. Ein Plädoyer dafür, die Aufmerksamkeit als das zu behandeln, was sie ist: knapp.

Dr. Sven JungmannCEO
Eine einzelne Deckenlampe beleuchtet einen kleinen Stapel strukturierter Ausdrucke und eine aufgeräumte Kennzahlenübersicht, während ein großer Haufen eingescannter Briefe und Aktenordner jenseits des Lichts im Schatten verschwindet.
Reflexionen

Der Straßenlaternen-Effekt und der hohe Preis der „Nur-Lese“-Medizin

Wir steuern unsere Kliniken nach den Daten, die sauber in eine Datenbank passen — die Ziffern, die Zeitstempel, die Fallgruppen. Die Information, die das Ergebnis wirklich treibt, liegt im Dunkeln, in einem Friedhof eingescannter PDFs. Wir suchen dort, wo das Licht ist.

Dr. Sven JungmannCEO